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27. Juni 2009
Schaffhauser Nachrichten
Afghani-Jodel mit Flamenco



Höchstes künstlerisches Niveau hatte die musikalische Lesung mit Bruno Ganz von Texten des Dichters Gerhard Meier

Die Parkarena im Winterthurer Industriegebiet war gut besucht, aber nicht restlos ausverkauft, als kurz nach sieben Benjamin Nyffenegger, Violoncello, Klaidi Sahatci, Violine, und Guilietta Koch, Flügel, die Bühne betraten. Und er natürlich, dessentwegen alle gekommen waren: der grosse Bruno Ganz.

Er las aus dem Werk von Gerhard Meier (1917–2008), der aus dem Ort Niederbipp, am Jurasüdfuss gelegen, den literarischen Ort Amrein schuf, den er in zahlreichen Werken, vornehmlich in der sogenannten Amreiner Tetralogie, verewigte. Werner Morlang stellte die Literatur Gerhard Meiers vor. Er sagte: «Meiers Prosa verweist immer wieder auf andere Kunstgattungen, insbesondere auf die Malerei und die Musik.» Programmatisch für diesen Sachverhalt war der dem Abend den Titel gebende Meier-Satz «Letztlich ist die Welt ein Klang». Um dies deutlich zu machen, spürte Gerhard Meier immer wieder dem Zusammenhang zwischen der Landschaft und der Musik nach, bis im letzten Band, «Das Land der Winde», der Sprachklang, so Morlang, noch spiritueller werde, dieselben Motive wieder auftauchten, dennoch aber keine Redundanzen entstünden:...

...Zeit, über die Musik zu sprechen. Über den «Leiermann» aus Schuberts «Winterreise» zum Beispiel, ohne Worte, das Cello übernahm die Gesangsstimme, denn Gerhard Meier liess an Vokalmusik nur russische Chöre gelten … Überhaupt: Russland! Das Ausklingen des letzten Satzes von Schostakowitschs vierter Symphonie entspreche dem Ausschwingen der Jurahöhen …
...dann war der wunderbare Abend, der von höchstem künstlerischem Rang hinsichtlich Literatur, Vortrag und Musik war, in der «so nahen, doch so fremden» Gaststadt Winterthur auch schon zu Ende. (awü)


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