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Pressestimmen

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28. Januar 2008
Mittellandzeitung / Brugg
Gut gelaunte Spitzeninterpreten

Villnachern Der Dorfverein hat The European String Quartet in den Mehrzweckraum gebracht.

Peter Belart

Benjamin Nyffenegger wurde für sein herausragendes Cellospiel als Pro Argovia Artist geehrt. Zusammen mit drei Violinisten trat er im Mehrzweckraum auf: The European String Quartet.

Der Rahmen für dieses Konzert war ungewöhnlich. Der eher nüchtern anmutende Mehrzweckraum über dem Kindergarten wird sonst für die Gemeindeversammlungen und für Informationsabende, für Vorträge oder für Vereinsaktivitäten verwendet. Und jetzt präsentierte sich auf dem Podium neben aufgestapelten Klapptischen ein Quartett der Spitzenklasse. «Nein, nein, das macht uns gar nichts aus», sagte später Paul Westermayer, der die Bratsche gespielt hatte. «Es muss ja nicht immer die Tonhalle sein, und die Akustik ist hier übrigens bemerkenswert gut.»

Ebenso unverkrampft gab sich Benjamin Nyffenegger. Er wandte sich mit erklärenden Hinweisen an das Publikum, mal scherzend, mal mit Hintergrundinformationen. The European String Quartet interpretierte an diesem Abend Werke aus drei ganz unterschiedlichen Epochen: Streichquartette von Joseph Haydn, Dimitri Schostakowitsch und Johannes Brahms.

Es steht dem Laien nicht zu, die Interpretationskunst eines auf diesem Niveau musizierenden Quartetts zu beurteilen. Trotzdem: Wohl alle im Saal Anwesenden , es mögen etwa 70 Personen gewesen sein , waren beeindruckt vom homogenen Vortrag, von der Modulationskraft, von der Konzentration der Musiker und von der Virtuosität, mit der auch schwierigste rhythmische Passagen gemeistert wurden. Etwas Vergleichbares wurde in diesem Saal wohl kaum jemals geboten.

Es ist der Kulturstiftung Pro Argovia zu verdanken, dass es sich auch kleinere Gemeinden leisten können, Musiker zu verpflichten, die sonst in grossen Konzertsälen auftreten. Und es ist dem Dorfverein Villnachern zu verdanken, dass er zum wiederholten Mal ein entsprechendes Risiko einging.

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