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18. Januar 2008
Limmattaler Tagblatt MLZ
4 renommierte Künstler aus 5 Nationen

Villnachern Der Dorfverein unternimmt das Wagnis, ein Spitzenquartett in die Gemeinde zu holen.


Peter Belart

Der Cellist Benjamin Nyffenegger wurde als Pro Argovia Artist 2007/2008 ausgezeichnet. Ihn und sein Quartett konnte der Dorfverein Villnachern für ein Konzert verpflichten.

Nicht zum ersten Mal ist Vereinspräsident Peter Kamber im Ungewissen darüber, ob das Publikum auch erscheinen wird. Es ist etwas anderes, ob ein ortsansässiger Interpret auftritt und somit ein ganzer «Fanclub» zu erwarten ist oder ob man es wagen will, sehr hoch qualifizierte Künstler zu engagieren, ohne genau zu wissen, ob dieses Vorgehen auch honoriert wird. Bisher fanden die Konzerte jedoch immer Anklang: Sowohl die Chanteuse Clara Moreau als auch der Perkussionist Pit Gutmann lockten ein grosses Publikum an.

prominentes quartett

Jetzt will man es mit einem klassischen Streichquartett versuchen. Und zwar nicht irgendeines, sondern The European String Quartet. Es setzt sich aus den beiden Violinisten Thomas Garcia und Vladimir Krasnov, dem Bratschisten Paul Westermayer und aus Benjamin Nyffenegger, Cello, zusammen. Ein multinationales Quartett! Garcia stammt ursprünglich aus Argentinien, ist inzwischen aber Schweizer geworden, Krasnov ist eigentlich Russe, hat aber die deutsche Staatsbürgerschaft, Westermayer ist Neuseeländer und Deutscher, und Nyffenegger stammt aus dem Aargau (Unterkulm) und ist Schweizer. So ergibt sich die merkwürdige Situation, dass vier Musiker aus fünf Ländern auftreten werden.

Jung und erfolgreich

Die Kontakte für das bevorstehende Konzert liefen über den jungen Cellisten (Jahrgang 1984). Verbunden mit der Auszeichnung als Pro Argovia Artist ist nämlich die Auflage, einige Konzerte im Aargau zu bestreiten, und zwar auch an Orten, wo kein höchstdotierter Konzertsaal zur Verfügung steht und nicht a priori mit einem Riesenaufmarsch zu rechnen ist. Benjamin Nyffenegger, der trotz seinem jugendlichen Alter schon in vielen Konzertsälen im In- und Ausland zu hören war und dem auch schon zahlreiche gewichtige Auszeichnungen zugesprochen wurden, Nyffenegger also zeigt keine Spur von Dünkel: «Selbstverständlich hat jeder Konzertraum und jedes Publikum seine eigenen Charakteristika. Das wissen wir, und das macht die Sache interessant.»

vielfältige ausbildung

Nyffenegger kann eine erstaunlich vielfältige Cello-Ausbildung ausweisen, die er nicht nur in der Schweiz, sondern u. a. auch in Weimar, in Moskau und in Siena genoss, er war Solocellist in verschiedenen Orchestern, darunter im Zürcher Tonhalle-Orchester, und er konzertierte in vielen Ländern, darunter in den USA, in Japan und in Jerusalem. Auch die andern Künstler können eine ausgezeichnete künstlerische Laufbahn ausweisen.

Das Konzertprogramm in Villnachern umfasst Werke von Haydn (Streichquartett Op. 76, Nr. 4 in B-Dur «Sonnenaufgang»), Schostakowitsch (Streichquartett op. 108, Nr. 7 in fis-Moll) und Brahms (Streichquartett Op. 51, Nr. 2 in a-Moll).

Konzert mit dem Streichquartett The European String Quartet. Villnachern, Freitag, 25. Januar, um 20 Uhr im Mehrzweckgebäude.

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