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Pressestimmen

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2. Mai 2006
Aargauer Zeitung Kulturzeitung
Ein Mann mit Zukunft

Klassik Benjamin Nyffenegger ist Preisträger des Rahn-Musikpreises 2006

Aargauer Zeitung / MLZ; 02.05.2006

TORBJÖRN BERGFLÖDT

Der 1976 ins Leben gerufene Rahn-Musikpreis zur Förderung von Studierenden an schweizerischen Musikhochschulen und Konservatorien war diesmal bestimmt für Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass. Jetzt sind die Diplome und Checks des Wettbewerbes den erfolgreichen Musikerinnen und Musikern in der Zürcher Tonhalle ausgehändigt worden.

Benjamin Nyffenegger, der 1984 im aargauischen Unterkulm geboren wurde, bekam einen ersten Preis für Cello. Und das Publikum erhielt gleich zwei Kostproben vom Können dieses ehemaligen Jungstudenten von Walter Grimmer, der bei Thomas Grossenbacher weiterstudiert und 2005 an der Hochschule Musik und Theater Zürich das Konzertdiplom mit Auszeichnung erworben hatte.

Zusammen mit dem engagiert aufspielenden Sinfonieorchester dieser Hochschule, dirigiert von Claire Levacher, gab Nyffenegger «Kol Nidrei» von Max Bruch und danach das «Pezzo capriccioso» von Peter Tschaikowsky. Gut sitzende Intonation, von einem schönen Espressivo durchwärmter Klang, atmende Phrasierung, schnellfingrig bewältigtes Passagenwerk: Sowohl für die elegische Kantabilität bei Bruch wie auch für die ins brillant-virtuose Fach ausgreifende Musik von Tschaikowsky fand Nyffenegger einen sehr überzeugenden Ton. Technik wurde nicht selbstzweckhaft ausgestellt. «Kol Nidrei» kündete von einer Ausdruckstiefe und einer Reife, die einen spüren liessen, dass sich da einer aus den Vorzimmern der musikalischen Interpretation längst hinausbewegt hat.


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