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26. März 2018
Aargauer Zeitung
Im Galakonzert wurde Casanova musikalisch zum Leben erweckt

An ihrem Galakonzert erzählten die Stadtmusik Aarau und Solocellist Benjamin Nyffenegger die leidenschaftliche Geschichte eines unbändigen Abenteurers.

Von Papst Clemens XIII. wurde er zum «Ritter des goldenen Sporns» ernannt und in Venedig wegen angeblicher Blasphemie in ein Gefängnis mit dem verhängnisvollen Namen «Bleikammern» gesteckt. – Zu schreiben, das Leben des Giacomo Casanova (1725– 1798) sei turbulent verlaufen und habe Höhen und Tiefen gekannt, wäre eine Untertreibung sondergleichen.
Keine Kategorisierung kann dessen Unrast und Inbrunst einfangen, keine Erläuterung dieses Autonomiestrebens des Herzens bemessen. Doch wo die Begrifflichkeit versagt, kann glücklicherweise die Musik helfen und diesem durch und durch musikalischen Charakter Ausdruck verleihen.

Genau dies haben die Stadtmusik Aarau und der Solocellist Benjamin Nyffenegger am Galakonzert im Aarauer Kultur- und Kongresshaus auf beeindruckende und betörende Weise getan.
Die Komposition «Casanova» von Johan de Meij (geboren 1953), welche die Verhaftung und Flucht des venezianischen Schriftstellers, Abenteurers, Schwerenöters zum thematischen Zentrum macht, definierte den ersten Konzertteil und sorgte für grosse Begeisterung im zahlreichen Publikum.

Liebreizend bis stürmisch, ausgelassen bis heimlich gespannt, schelmisch und aufrichtig, alle diese Attribute trafen auf das Spiel von Benjamin Nyffen- egger, der im Tonhalle-Orchester Zürich als stellvertretender Solocellist waltet, an diesem Abend zu.

Und die Stadtmusik Aarau, die unter der Leitung von Dirigent Silvan Hof ihr hervorragendes Gespür für die dramaturgische Entwicklung der Komposition unter Beweis stellte, malte das Porträt des Casanova in den verspieltesten Klangfarben.
Solist und Dirigent des Lobes voll

Es habe ihm grosse Freude bereitet, mit der Stadtmusik zu spielen, meinte Benjamin Nyffenegger nach dem Konzert. «Den Musikantinnen und Musikanten gebührt ein grosses Kompliment für ihren Vortrag.» Auch Dirigent Silvan Hof war mit der Leistung seines Korps sehr zufrieden. Er gratulierte zum Konzertende noch auf der Bühne: «Wir haben das sehr gut gemacht.»

Markus Christen

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