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Pressestimmen

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4. November 2014
Zürichseezeitung
Smetana und Schubert zum Start von Musik im Schloss

RappeRswil Zur Eröffnung der Konzertreihe spielte das Oliver Schnyder Trio – Andreas Janke, Geige; Benja- min Nyffenegger, Cello; Oliver Schnyder, Klavier – ein gross- artiges Konzert mit Werken von Bedřich Smetana und Franz Schubert.

Freudig begrüsste Philipp Bach- ofner das Publikum im vollen Rit- tersaal – er und seine Frau Britta Ostertag organisieren die Kon- zertreihe. Stadtrat Thomas Rüegg bekräftigte, dass die Stadt der musikalischen Vielfalt im Schloss Priorität beimesse, trotz neuen Nutzungsplänen.
Bedřich Smetanas Trio g-Moll eröffnete das Konzert. Nach we- nigen Takten war klar, dass hier Musiker mit künstlerischem Po- tenzial ausgestattet auftraten. Oliver Schnyder ist international erfolgreich und immer offen für ungewöhnliche musikalische Projekte. Die Tonhalle-Musiker Benjamin Nyffenegger und And- reas Janke treten vielfach solis- tisch auf.
Ihrem guten Ruf gerecht
Obwohl Smetanas Trio in Trauer um sein verstorbenes vierjähriges Töchterchen entstand, weist es beachtliche Höhen und Düster- nis, Stürme und Zartheit auf. Kräftig und aussagestark inter- pretierten die beiden Streicher seine Gefühlslage. In überein- stimmender Einheit beglückte Schnyders klares, dichtes Klavier- spiel. Gefragt waren oft unglaub- liche Fingerfertigkeit, ebenso Dy- namik von Sanftheit zu stürmi- scher Aufwühlung. Die «zerrisse- ne» Musik und die Intensität der Hingabe des Trios ergriffen das Publikum. Begeisterter Applaus dankte für dieses Erlebnis.
Eindrücklich kam Schuberts Trio Es-Dur an. Die eigenwillige Komposition umfasste im ersten Satz kantige, tänzerische, lyrische Aussagen. Dem Piano fiel grosse Bedeutung zu, welche Schnyder voll erfüllte. Bauerntanz, liebliche Liedmelodien, Walzertakt – der musikalischen Vielfalt waren kei- ne Grenzen gesetzt. Ein aufnah- mebereites Publikum goutierte das. Nach dem Schlussakkord brandeten Bravorufe und stürmi- scher Beifall auf, der nicht enden wollte. Als Geschenk und Zugabe ertönte Schuberts romantisches Ständchen, worauf die Zuhörer beglückt in die sternenklare Nacht hinaustraten.
Brigitt Züger

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