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3. Januar 2014
OVB Online
Licht am Ende des Tunnels

Das Julia-Fischer-Quartett im Münchner Prinzregententheater.

Das Julia-Fischer-Quartett im Münchner Prinzregententheater. Julia Fischer ist eine selbstbewusste Geigerin.

Das spiegelt sich auch  in dem Quartett unter ihrem Namen, das im ausverkauften Prinzregententheater gastierte. Auf dem Programm stand ein wenig überraschender, wenngleich monumentaler Querschnitt aus drei Meilensteinen der Quartett-Literatur: Ludwig van Beethovens Opus 18/4 ist seine einzige Quartettschöpfung in c-Moll. In derselben Tonart schrieb Dmitri Schostakowitsch 1960 sein Quartett Nr. 8, das er den Opfern von Krieg und Faschismus widmete. Obwohl rund 150 Jahre zwischen den Kompositionen liegen, ist die Energie beider Werke dem Julia-Fischer-Quartett auf den Leib geschrieben: Fordernd und mit gnadenloser Genauigkeit trieb es den Schmerz-Genuss-Pegel nach oben. Der Romantiker Robert Schumann wurde mit seinem Opus 41 Nr. 3 an den Schluss gesetzt: Der helle Finalsatz war nach der Dramatik wie ein Licht am Ende des Tunnels.

Wenn Fischer unbestrittene First Lady ist, so gibt es doch drei hervorragende Mitstreiter: Alexander Sitkovetsky an der zweiten Violine, Nils Mönkemeyer an der Viola und Benjamin Nyffenegger am Violoncello. Das einzige kleine Manko der Formation war, dass man Quartette schon intensiver miteinander kommunizieren sah – allerdings selten in solch furioser Präzision. Dass das Zusammenspiel einer berührend-intensiven Note nicht entbehrte, lag unter anderem am wunderbaren Bratscher Nils Mönkemeyer, der sein Instrument mit so viel anmutiger Kraft bediente, wie er seine Kollegen mit Schalk anregte.   Anna Schürmer

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