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7. September 2013
Musik und Theater
"Eine kammermusikalische Delikatesse ohnegleichen"




Musik & Theater, September 2013, Werner Pfister

Das Foto auf dem CD-Booklet irritiert: Da schauen sich drei junge Musiker derart grimmig an, als hätte ihr Einspielung der beiden Schubert-Trios zu einem bösen Zerwürfnis geführt. Die Lösung dieses Bilderrätsels ergibt sich spätestens, wenn man sich an die zweite CD macht… Mit Andreas Janke und Benjamin Nyffenegger, beide an ersten Pulten im Tonhalle-Orchester Zürich tätig, hat Oliver Schnyder zwei hochtalentierte Kammermusiker für sein Klaviertrio gefunden. Und für ihre erste Einspielung haben sie gleich zwei Gipfelwerke der Gattung ausgesucht, die beiden Klaviertrios von Schubert. Das tönt verheissungsvoll und ist es auch, was das lupenreine Spiel der drei Musiker, ihre profunde Stilkompetenz und ihr subtiles Zusammenspiel anbelangt: Schubert sozusagen aus erster Hand. Leider hält die Klangtechnik nicht mit: Das Klavier tönt zu basslastig und in den Figurationen deshalb oft etwas verschwommen; und die Geige klingt - um Unterschied zum vollmundig-sonoren Cello - etwas dünn oder übervorsichtig. Und dennoch ist diese Einspielung ein absolutes Muss, nämlich wegen der Zugabe: Schuberts "Hirt auf dem Felsen", statt original für Sopran, Klarinette und Klavier hier in Klaviertrio-Besetzung. Wie die drei Musiker sich die Stimmen zuspielen, wie sie ihre solistischen Passagen sozusagen extrovertiert wie Sänger geniessen, das ist eine kammermusikalische Delikatesse ohnegleichen.


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