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SPIELPLAN IM JANUAR (2016)
01Brugger Neujahrsempfang
Brugg, 16:00

Sebastian Bohren, Violine
Lech Antonio Uszynski, Viola
Benjamin Nyffenegger, Violoncello


Mozart, Schubert, Beethoven

Privatanlass





17HAMBURG
Gartensaal Villa Boveri, Baden, 11:15

Daniel Behle und das Schnyder Trio mit dem neuen gemeinsamen Projekt "Hamburg". Uraufführung!

Liederabend



23Winterreise
Landenberghaus Greifensee, 19:30

Daniel Behle Tenor



Oliver Schnyder Trio

Andreas Janke Violine

Benjamin Nyffenegger Violoncello

Oliver Schnyder Klavier



Franz Schubert - Winterreise



In der Version für Tenor und Klaviertrio

Bearbeitung: Daniel Behle

DANIEL BEHLE &
OLIVER SCHNYDER TRIO



Schubert „Winterreise“

(bearbeitet von Daniel Behle)



Mir war es besonders wichtig, den intimen Charakter der Winterreise nicht zu stören. Die Winterreise ist ein Reise in sich selbst und bedarf keiner Veräußerung, wie zum Beispiel bei der Bearbeitung von Hans Zender. Durch die Besetzung im Klaviertrio bestand für mich aber die Möglichkeit viele geheime "Schubertsche Botschaften" dem geneigten Hörer zu vermitteln. Dieses natürlich auf subtile Art und Weise. So ist zum Beispiel für mich die Winterreise eine Odyssee, ein sich im Kreis drehen. Der Zyklus endet aber mit den "Nebensonnen" (Nummer 23), gleich wie in der Müllerin, im vorletzten Lied. Die beiden Augen der Geliebten sind erloschen, also kann auch die dritte Sonne am Himmel untergehen. Der folgende Leiermann bin ich selber, und die Folgen meiner Fehlentscheidung, mich nämlich aus den Armen meiner Liebsten hab vertreiben zu lassen, lassen mich nicht mehr los. Deshalb "leiere" ich dieselbe Geschichte immer und immer wieder herunter - bis ich schließlich selbst alt geworden bin.

Aus diesem Grunde erklingt vor der "Guten Nacht" leise die Quinte des Leiermanns im Cello und auf ein weiteres Mal einzuleiten.

Von dieser Art gibt es viele Ideen in meiner Bearbeitung. Die Krähe erklingt in der Violine im zweifachen Flageolett und macht die Melodie im Sinne eines Dissidentenjägers in seiner Hinterhältigkeit deutlicher. Die Frage des Jagdhorns oder Posthorns in der Nummer 13 klärt sich durch ein Pizzicato im Cello auf 3 und 6 und gibt so dem Ganzen das "Hoppeln" eines Pferdes ohne das Tempo arg zu beschleunigen oder gleichfalls dieses Stück träge wirken zu lassen.

Der Reif im Haar beim "Greisen Kopf" bietet sich natürlich für Streicher an, aber auch ein Lied wie die Nummer 19 - das man oft als "schwaches" Lied sieht, gewinnt durch die Oktaven im Auftakt auf Abstrich beginnend in den Streichern - und es wird spannend durch das betonen zweier gegenläufiger Rhythmen.



Diese und andere Gedanken lassen sich also durch die beiden Streicher im gesamten Zyklus perfekt realisieren. Die einzelnen Lieder fügen sich in dieser Version dadurch mehr zu einem Ganzen zusammen als in der originalen Version, da man so motivische Querverweise ziehen kann, die sich von Schubert anbieten - und nun hörbar sind.



Die fast einjährige Arbeit an diesem Zyklus mit dem Oliver Schnyder Trio schaffte für mich eine frische Sicht auf dieses Stück Liedrepertoire.



30CD Aufnahmen
Radio Studio Zürich, 00:00

CD "Waterkant Songs" Aufnahmen





vom 30.1 bis 1.2
mit dem Oliver Schnyder Trio
und Daniel Behle, Tenor